Mach es dir damit bequem, dass es unbequem ist: Ab heute kannst du auch Feral lesen.
Es ist wunderbar unpassend, im Jahr 2026 ein Magazin zu drucken. Noch mehr, wenn es von Menschen kommt, die ihre Tage damit verbringen, Gemüse, Wurzeln und Gewürze zu fermentieren. Genau deshalb haben wir beschlossen, eines zu machen.
FERALZINE ist Ferals allererstes thematisches Magazin: eine unabhängige Publikation, deren Debütausgabe der Idee gewidmet ist, sich fehl am Platz zu fühlen – und allen, die sich jemals so gefühlt haben. All dem, was scheinbar nirgendwo richtig hingehört und es trotzdem irgendwie schafft zu existieren. Darin findest du Geschichten, Obsessionen, Betrachtungen, Fotografien, Gespräche, Orte, Menschen und Ideen, die sich einfachen Kategorien widersetzen.
Dies ist die erste Ausgabe.
Außerdem ist sie ein Experiment. Das bedeutet, dass FERALZINE nicht für immer nachgedruckt oder überall vertrieben wird. Es ist eine limitierte Publikation für krankhaft Neugierige, lebenslange Leserinnen und Leser, Sammlerinnen und Sammler schöner Kuriositäten – und ganz besonders für alle, die auch mitten im Sommer noch gerne unter einem Sonnenschirm am Strand echte Papierseiten umblättern. (Eines Tages wird es hoffentlich ein Feral-Sonnenschirm sein.)
Noch eine letzte Sache. Stell dir vor, wir gewinnen sieben Jahre später irgendwie einen großen Literaturpreis. Wenn du diese erste Ausgabe in den Händen hältst, kannst du der wunderbar selbstzufriedene Freund sein, der sagt: „Ach ja, ich habe sie schon gelesen, als die allererste Ausgabe herauskam.“ So ähnlich wie die Leute, die sagen: „Ich habe diese Künstlerin schon gehört, lange bevor sie Sanremo gewonnen hat.“
Gern geschehen.
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